Das kleinste CMS der Welt hat drei Felder und einen Knopf.
Für die Handvoll Dinge, die sich an einer Betriebswebsite wirklich ändern, genügt ein Formular auf der Seite selbst. Kein Verwaltungsbereich, keine Anmeldung bei einem Dienst, keine Schulung.
Was sich an einer Betriebswebsite tatsächlich ändert
Ich habe das über Jahre beobachtet, und die Liste ist bei fast allen Betrieben dieselbe: Öffnungszeiten, Urlaubszeiten, Preise, Speisekarte, gelegentlich ein Foto oder ein Satz auf der Startseite. Bei Handwerkern kommen offene Stellen dazu, bei Praxen die Vertretung.
Das sind eine Handvoll bis zehn Felder. Dafür bekommt ein Betrieb üblicherweise ein System mit mehreren hundert Einstellungen ausgehändigt – und die Aufforderung, sich einzuarbeiten.
Das Missverhältnis
Höchstens zehn Felder, die sich ändern. Ein Werkzeug, das alles kann. Die Lücke dazwischen füllt der Betrieb mit schlechtem Gewissen.
Wie das Formular funktioniert
Sie rufen eine Adresse auf
Eine eigene Unterseite Ihrer Website, geschützt durch ein Kennwort, das Sie sich aussuchen. Auf dem Handy genauso wie am Rechner.
Sie sehen Ihre Felder
Nicht alle Felder der Welt, sondern Ihre: Öffnungszeiten, Urlaub, Preise. Mit dem jetzigen Inhalt darin, beschriftet in Ihren Worten.
Sie ändern und drücken auf Speichern
Die Seite ist sofort aktualisiert. Kaputt machen können Sie dabei nichts – es gibt nichts, wo man danebenklicken könnte.
Ein Werkzeug, das nur eine Sache kann, muss man nicht erklären.
Marcel Schuler · Neu gedachtWarum das technisch unspektakulär ist
Es ist ein Formular, das in eine Textdatei schreibt, und eine Seite, die diese Datei ausliest. Das ist keine neue Erfindung – neu ist nur, dass es sich heute lohnt, so etwas für einen einzelnen Betrieb maßzuschneidern, statt ein fertiges System dafür aufzublasen.
Keine Datenbank, die ausfallen kann. Keine Erweiterungen, die jemand laufend pflegen muss – nur ein paar Zeilen, die ich beim PHP-Wechsel des Anbieters einmal prüfe. Kein Verwaltungsbereich, in dem man sich verlaufen kann. Und damit auch keine Wartungspauschale, die das alles am Leben hält.
Zur Sicherheit
Weniger Angriffsfläche heißt weniger Risiko. Ein Formular mit einer Handvoll Feldern bietet schlicht weniger Einfallstore als ein System mit zwanzig Erweiterungen.
Wo die Grenze liegt
Sobald Sie regelmäßig neue Seiten anlegen, Beiträge veröffentlichen oder mit mehreren Leuten an Texten arbeiten, ist ein richtiges Redaktionssystem (CMS) das passende Werkzeug – dann brauchen Sie Übersichten, Rollen und Entwürfe. Ich sage das vorher, statt Ihnen ein Formular zu verkaufen, das Ihnen in einem halben Jahr zu eng wird. Die Abwägung im Einzelnen steht im Ratgeber WordPress oder einfaches HTML?
Warum die großen Systeme trotzdem fast überall stehen, steht unter WordPress ist die Lösung für ein Problem von gestern. Und was es einen Betrieb kostet, wenn er seine eigene Seite nicht anfasst, unter Das Teuerste an Ihrer Website.
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Schreiben Sie mir, was sich an Ihrer Seite regelmäßig ändert. Dann baue ich Ihnen genau dafür das Formular – und sonst nichts.