WordPress war die richtige Antwort – auf eine Frage, die kaum noch jemand stellt.
Zwanzig Jahre lang war ein Redaktionssystem der einzige Weg, eine Website selbst zu pflegen. Dieser Satz stimmt seit etwa zwei Jahren nicht mehr, und die Branche tut so, als wäre nichts passiert.
Woher die schweren Systeme kommen
Um 2005 herum stand jeder Betrieb vor derselben Wand: Eine Website ändern hieß, jemanden anrufen, der HTML konnte. Wer die Öffnungszeiten zu Weihnachten anpassen wollte, brauchte einen Termin und eine Rechnung.
WordPress hat diese Wand eingerissen, und das war ein echter Fortschritt. Der Preis dafür war ein SystemEin Programm zum Pflegen von Website-Inhalten, zum Beispiel WordPress. Es bringt einen eigenen Verwaltungsbereich mit, in dem Sie sich anmelden – und Aufwand für Aktualisierungen und Sicherheit.: eine Datenbank, ein Verwaltungsbereich, Themes, Plugins, Aktualisierungen. Man nahm den ganzen Apparat in Kauf, weil die Alternative war, wieder jemanden anzurufen.
Diese Rechnung ging zwei Jahrzehnte lang auf. Deshalb läuft heute etwa jede dritte Website der Welt damit – auch die von Betrieben, die davon nie mehr als zwei Textfelder gebraucht haben.
Was der Apparat kostet
Aktualisierungen, die schieflaufen können. Erweiterungen, die vom Wohlwollen Dritter abhängen. Sicherheitslücken, die niemand bemerkt. Ladezeiten, die eine Datenbank erst erzeugen muss. Und eine Wartungspauschale, die dafür jeden Monat abgeht.
Ein Redaktionssystem für sechs Seiten ist ein Bagger für den Blumenkasten.
Marcel Schuler · Neu gedachtWas sich in zwei Jahren geändert hat
Die Frage von 2005 lautete: Wie pflege ich meine Website, ohne programmieren zu können? Die Antwort war ein System, das jeder bedienen kann. Heute lautet die Frage anders – nämlich: Warum sollte überhaupt ein System dazwischen stehen?
- Bauen ist billig geworden. Was früher Tage dauerte, entsteht mit KI-Unterstützung in Stunden. Eine maßgeschneiderte Lösung kostet damit weniger als die Anpassung eines Baukastens an einen Fall, für den er nicht gedacht war.
- Der Zuschnitt ist der Gewinn. Ein Standardsystem kann alles ein bisschen. Ein zugeschnittenes Formular kann genau das, was Ihr Betrieb jede Woche braucht – und sonst nichts, was man falsch bedienen könnte.
- Der Unterhalt entfällt. Was keine Datenbank hat und keine Erweiterungen lädt, muss auch nicht aktualisiert werden. Eine statische Seite läuft in fünf Jahren noch so wie heute.
Wofür sich der Apparat weiterhin lohnt
Diese Rechnung kippt, sobald Umfang ins Spiel kommt. Ein Nachrichtenportal mit täglichen Beiträgen und fünf Redakteurinnen braucht Rollen, Rechte und Arbeitsabläufe. Ein Onlineshop mit dreitausend Artikeln braucht eine Datenbank. Eine Seite in vier Sprachen braucht Übersetzungsverwaltung.
Genau dafür wurden diese Systeme gebaut, und dort sind sie unersetzlich. Der Fehler liegt nicht im Werkzeug. Er liegt darin, dass ein Gasthof mit sechs Unterseiten dasselbe Werkzeug bekommt wie ein Verlagshaus – samt Schulung, Wartungsvertrag und dem Gefühl, dem eigenen Betrieb nicht gewachsen zu sein.
Der ehrliche Test
Wie viele Funktionen Ihres Verwaltungsbereichs haben Sie im letzten Jahr benutzt? Bei den meisten Betrieben lautet die Antwort: zwei. Texte ändern und Bilder tauschen.
Was ich für kleine Betriebe baue
Statische SeitenEine Website aus fertigen Dateien, die der Server unverändert ausliefert. Ohne Datenbank dazwischen lädt sie schneller und kann weniger kaputtgehen., die in unter einer Sekunde geladen sind, und – wo es gebraucht wird – ein winziges Änderungsformular für genau die Felder, die sich bei Ihnen tatsächlich ändern. Keine Anmeldung in einem fremden Verwaltungsbereich, keine Schulung, keine Wartungspauschale.
Wie so ein Formular aussieht, steht im nächsten Stück: Das kleinste CMS der Welt hat drei Felder und einen Knopf. Und warum das für Sie mehr Unterschied macht als jede Funktionsliste, steht unter Das Teuerste an Ihrer Website ist, dass Sie sich nicht drantrauen.
Sehen Sie sich an, wie das aussieht.
Drei Entwürfe für Ihren Betrieb, ohne System dahinter und ohne laufende Kosten. Ansehen kostet nichts.