WordPress ist die Lösung für ein Problem von gestern.
Zwanzig Jahre lang war ein Redaktionssystem der übliche Weg, eine Website selbst zu pflegen. Das stimmt nicht mehr, seit Bauen auch ganz ohne System leicht geht – und die Branche tut so, als wäre nichts passiert.
Woher die schweren Systeme kommen
Um 2005 herum stand jeder Betrieb vor derselben Wand: Eine Website ändern hieß, jemanden anrufen, der HTML konnte. Wer die Öffnungszeiten zu Weihnachten anpassen wollte, brauchte einen Termin und eine Rechnung.
WordPress hat diese Wand eingerissen, und das war ein echter Fortschritt. Der Preis dafür war ein SystemEin Programm zum Pflegen von Website-Inhalten (CMS), zum Beispiel WordPress. Es bringt einen eigenen Verwaltungsbereich mit, in dem Sie sich anmelden – und Aufwand für Aktualisierungen und Sicherheit.: eine Datenbank, ein Verwaltungsbereich, Vorlagen, Erweiterungen, Aktualisierungen. Man nahm den ganzen Apparat in Kauf, weil die Alternative war, wieder jemanden anzurufen.
Diese Rechnung ging zwei Jahrzehnte lang auf. Deshalb läuft heute mehr als vier von zehn Websites der Welt damit (laut W3Techs rund 43 Prozent) – auch die von Betrieben, die davon nie mehr als zwei Textfelder gebraucht haben.
Was der Apparat kostet
Aktualisierungen, die schieflaufen können. Erweiterungen, die vom Wohlwollen Dritter abhängen. Sicherheitslücken, die niemand bemerkt. Ladezeit, weil jede Seite erst aus der Datenbank zusammengebaut wird. Und eine Wartungspauschale, die dafür jeden Monat abgeht.
Ein Redaktionssystem für sechs Seiten ist ein Bagger für den Blumenkasten.
Marcel Schuler · Neu gedachtWas sich seitdem geändert hat
Die Frage von 2005 lautete: Wie pflege ich meine Website, ohne programmieren zu können? Die Antwort war ein System, das jeder bedienen kann. Heute lautet die Frage anders – nämlich: Warum sollte überhaupt ein System dazwischen stehen?
- Bauen ist billig geworden. Was früher Tage dauerte, entsteht mit KI-Unterstützung in Stunden. Eine maßgeschneiderte Lösung kostet damit weniger als die Anpassung eines Baukastens an einen Fall, für den er nicht gedacht war. Was ein Baukasten taugt und was nicht, steht im Ratgeber.
- Der Zuschnitt ist der Gewinn. Ein Standardsystem kann alles ein bisschen. Ein zugeschnittenes Formular kann genau das, was Ihr Betrieb jede Woche braucht – und sonst nichts, was man falsch bedienen könnte.
- Der Unterhalt entfällt. Was keine Datenbank hat und keine Erweiterungen lädt, muss auch nicht aktualisiert werden. Eine statische Seite läuft in fünf Jahren noch so wie heute – das kleine Änderungsformular prüfe ich, wenn der Anbieter PHP wechselt.
Wofür sich der Apparat weiterhin lohnt
Diese Rechnung kippt, sobald Umfang ins Spiel kommt. Ein Nachrichtenportal mit täglichen Beiträgen und fünf Redakteurinnen braucht Rollen, Rechte und Arbeitsabläufe. Ein Onlineshop mit dreitausend Artikeln braucht eine Datenbank. Eine Seite in vier Sprachen braucht Übersetzungsverwaltung.
Genau dafür wurden diese Systeme gebaut, und dort sind sie unersetzlich. Der Fehler liegt nicht im Werkzeug. Er liegt darin, dass ein Gasthof mit sechs Unterseiten dasselbe Werkzeug bekommt wie ein Verlagshaus – samt Schulung, Wartungsvertrag und dem Gefühl, dem eigenen Betrieb nicht gewachsen zu sein.
Die Abwägung im Einzelnen, mit Rechnung über fünf Jahre: WordPress oder einfaches HTML?
Der ehrliche Test
Wie viele Funktionen Ihres Verwaltungsbereichs haben Sie im letzten Jahr benutzt? Bei den meisten Betrieben lautet die Antwort: zwei. Texte ändern und Bilder tauschen.
Was ich für kleine Betriebe baue
Statische SeitenEine Website aus fertigen Dateien, die der Server unverändert ausliefert. Ohne Datenbank dazwischen lädt sie schneller und kann weniger kaputtgehen., die in unter einer Sekunde geladen sind, und – wo es gebraucht wird – ein winziges Änderungsformular für genau die Felder, die sich bei Ihnen tatsächlich ändern. Keine Anmeldung in einem fremden Verwaltungsbereich, keine Schulung, keine Wartungspauschale.
Wie so ein Formular aussieht, steht im nächsten Stück: Das kleinste CMS der Welt hat drei Felder und einen Knopf. Und warum das für Sie mehr Unterschied macht als jede Funktionsliste, steht unter Das Teuerste an Ihrer Website ist, dass Sie sich nicht drantrauen.
Weiterlesen aus „Neu gedacht“
Das Teuerste an Ihrer Website ist, dass Sie sich nicht drantrauen.
Die Rechnung für die Seite ist längst bezahlt. Was laufend kostet, sind die Weihnachtsöffnungszeiten, die im Februar noch dort stehen.
LesenDas kleinste CMS der Welt hat drei Felder und einen Knopf.
Für das, was sich an einer Betriebswebsite wirklich ändert, genügt ein Formular auf der Seite selbst – ohne Verwaltungsbereich und ohne Schulung.
LesenSchnell ist kein Feature. Schnell ist, was passiert, wenn nichts Überflüssiges im Weg steht.
Eine schlanke Website lädt schneller, wird besser gefunden und hat weniger, das kaputtgehen kann. Tempo ist kein Extra, sondern die Folge von Weglassen.
LesenSehen Sie sich an, wie das aussieht.
Drei Entwürfe für Ihren Betrieb, ohne System dahinter und ohne Wartungspauschale. Ansehen kostet nichts.