Muss eine Website gewartet werden?
Die Antwort hängt davon ab, womit sie gebaut ist. Bei den meisten Verträgen zahlen Sie für die Pflege eines Problems, das man auch hätte vermeiden können.
Was in einem Wartungsvertrag üblicherweise steht
Aktualisierung von System, Vorlage und Erweiterungen – die eigentliche Leistung, und nur bei Systemen wie WordPress überhaupt nötig.
Sicherungen und ein Schutzprogramm gegen Angriffe. Beides ist sinnvoll, wird aber oft doppelt berechnet, weil der Hoster es schon mitliefert.
„Kleine Änderungen inklusive" – meist eine halbe Stunde im Monat, die Sie bezahlen, ob Sie sie brauchen oder nicht.
Was tatsächlich gepflegt werden muss
Trennen wir zwei Dinge. Das eine ist technische Wartung: Sie hält das System sicher und lauffähig. Sie ist notwendig, wenn ein System mit Datenbank und Erweiterungen im Einsatz ist, also bei WordPress, Typo3 oder Joomla. Bei einer statischen Seite gibt es dafür schlicht keinen Anlass – es gibt nichts, was veralten könnte.
Das andere ist inhaltliche Pflege: Öffnungszeiten, Preise, Team, Angebote. Die braucht jede Seite, egal wie sie gebaut ist. Nur ist das keine Wartung, sondern Arbeit an Ihren Inhalten – und die fällt an, wenn sich bei Ihnen etwas ändert, nicht jeden Monat.
Der Unterschied ist wichtig, weil in vielen Verträgen beides zusammengeworfen wird. Sie zahlen dann dauerhaft für die Wartung eines Systems, das Sie gar nicht gebraucht hätten.
Was auch statisch anfällt
Adresse und Speicherplatz, wenige Euro im Monat beim Anbieter.
Sicherheitszertifikat, heute bei allen Anbietern enthalten und automatisch erneuert.
Inhalte, wenn sich etwas ändert – nach Aufwand, nicht pauschal.
Ein Blick pro Jahr: stimmen Preise, Zeiten, Team und Impressum noch?
Woran Sie einen fairen Vertrag erkennen
- Er benennt konkret, was gemacht wird und wie oft – nicht „laufende Betreuung"
- Er sagt, was er nicht enthält, und was diese Leistungen dann kosten
- Er hat eine kurze Kündigungsfrist und keine automatische Verlängerung um zwölf Monate
- Er liefert einen Nachweis: ein kurzer Bericht, was im Quartal gemacht wurde
- Die Sicherungen gehören Ihnen und liegen nicht nur beim Dienstleister
- Sie kommen jederzeit an Ihre Dateien und an Ihre Domain
Fehlt einer dieser Punkte, fragen Sie nach. Wer sauber arbeitet, beantwortet das in zwei Sätzen.
Warum ich keine Pauschale anbiete
Ich baue statisch, damit es nichts zu warten gibt. Eine monatliche Pauschale wäre dann ein Abo für nichts – und das wollte ich nicht verkaufen.
Was Sie brauchen, ist gelegentlich jemand, der eine Änderung einbaut. Das rechne ich nach Aufwand ab, und Sie erfahren vorher, was es kostet. In den meisten Fällen sind das ein bis zwei Stunden im Jahr.
Wenn sich bei Ihnen dauernd etwas ändert, ist das ein Hinweis darauf, dass Sie einen Weg zum Selberändern brauchen – den richte ich ein, statt Ihnen monatlich etwas zu berechnen.
Die Rechnung über fünf Jahre
Mit Wartungsvertrag: bei 49 Euro im Monat sind das rund 2.900 Euro – zusätzlich zum Bau der Seite.
Ohne: 550 Euro einmalig, dazu Hosting und die Änderungen, die tatsächlich anfallen.
Der Unterschied ist kein Trick, sondern eine Folge der Bauweise.
Häufige Fragen
Was kostet die Wartung einer Website im Monat?
Für eine kleine Unternehmensseite werden üblicherweise zwischen 30 und 100 Euro monatlich verlangt, bei Agenturen auch mehr. Enthalten sind meist Aktualisierungen, Sicherungen und eine kleine Änderungspauschale. Bei einer statischen Seite fällt dieser Posten weg, weil es kein System gibt, das aktualisiert werden müsste.
Was passiert, wenn WordPress nicht aktualisiert wird?
Eine Zeit lang nichts. Dann wird eine Sicherheitslücke in einer Erweiterung bekannt, und automatisierte Angriffe suchen gezielt nach Seiten, bei denen sie noch offen ist. Typische Folgen sind eingeschleuste Werbelinks, Weiterleitungen auf fremde Seiten oder eine Warnmeldung im Browser – oft erfährt man es von Kunden, nicht selbst.
Brauche ich Sicherungskopien, wenn sich nichts ändert?
Ja, aber das übernimmt in der Regel Ihr Anbieter, und bei einer statischen Seite liegt die vollständige Kopie ohnehin bei mir und bei Ihnen auf dem Rechner. Prüfen Sie einmal, wie weit die Sicherungen Ihres Anbieters zurückreichen – meist sind es 7 bis 14 Tage.
Kann ich meinen Wartungsvertrag einfach kündigen?
Kommt auf den Vertrag an. Achten Sie auf Laufzeit und Frist, und klären Sie vorher zwei Dinge: Läuft die Domain auf Ihren Namen, und bekommen Sie eine vollständige Kopie der Seite? Ist beides ja, ist eine Kündigung unproblematisch. Wenn nicht, klären Sie das erst.
Was, wenn an meiner Seite doch mal etwas kaputtgeht?
Bei einer statischen Seite ist der wahrscheinlichste Fall ein Problem beim Hoster – dafür ist dessen Unterstützung zuständig. Alles, was an der Seite selbst liegt, sehe ich mir an; melden Sie sich einfach. Ich kann nur nicht versprechen, in zwei Stunden da zu sein, das wäre unseriös bei einem Einzelnen.
Zahlen Sie gerade für Wartung?
Schicken Sie mir Ihre Adresse und, wenn Sie mögen, was Sie monatlich zahlen. Ich sage Ihnen, ob das für Ihre Seite nötig ist – auch wenn die Antwort ja lautet.