Das Teuerste an Ihrer Website ist, dass Sie sich nicht drantrauen.
Die Rechnung für die Seite ist längst bezahlt. Was laufend kostet, sind die Weihnachtsöffnungszeiten, die im Februar noch dort stehen – und die Anrufe, die deshalb kommen.
Die Szene kennt fast jeder Betrieb
Sie haben einen Zugang zu Ihrer Website. Irgendwo liegt ein Zettel mit dem Kennwort, und Sie waren zweimal drin.
Beim letzten Mal haben Sie eine halbe Stunde gesucht, wo der Text steht, den Sie ändern wollten – und dann aufgehört, weil Sie Angst hatten, etwas kaputt zu machen.
Seitdem schreiben Sie lieber eine E-Mail an denjenigen, der die Seite gebaut hat. Manchmal antwortet er nach drei Tagen. Manchmal lassen Sie es einfach.
Warum das kein Anwenderfehler ist
Es ist keine Schwäche, ein System nicht zu bedienen, das für jemand anderen gebaut wurde. Ein RedaktionssystemEin Programm zum Pflegen von Website-Inhalten (CMS), zum Beispiel WordPress. Es bringt einen eigenen Verwaltungsbereich mit, in dem Sie sich anmelden – und Aufwand für Aktualisierungen und Sicherheit. zeigt Ihnen beim Anmelden ein Menü mit fünfzehn Einträgen, von denen dreizehn Sie nichts angehen. Die Öffnungszeiten stecken irgendwo zwischen „Widgets“, „Customizer“ und einem Reiter, der anders heißt als beim letzten Mal, weil das Design aktualisiert wurde.
Dazu kommt die eigentliche Hürde: Sie sehen selten auf Anhieb, was Sie anrichten – die Vorschau versteckt sich irgendwo, und wer sie nicht findet, speichert blind. Ein Betrieb, der sein Geld mit Handwerk oder Gastronomie verdient, hat keinen Grund, dieses Risiko in einer ruhigen Minute am Abend einzugehen.
Was daraus folgt
Die Seite altert. Nicht sichtbar, sondern in den Angaben: Preise von vorletztem Jahr, eine Kollegin, die nicht mehr da ist, ein Feiertag, der vorbei ist.
Eine Website, die niemand anfasst, schadet schneller, als eine fehlende es könnte.
Marcel Schuler · Neu gedachtWas veraltete Angaben tatsächlich anrichten
- Leute stehen vor verschlossener Tür. Und zwar mit dem Gefühl, veräppelt worden zu sein – das erzählen sie weiter, manchmal als Bewertung.
- Das Telefon klingelt für nichts. Jede Frage, die auf der Seite stehen könnte, kommt stattdessen als Anruf mitten im Betrieb.
- Google verliert das Vertrauen. Wenn Ihre Öffnungszeiten auf der Website anders lauten als im Google-UnternehmensprofilIhr kostenloser Eintrag bei Google mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Er entscheidet meist darüber, ob Sie in der Umgebungssuche auftauchen., weiß Google nicht, welche stimmt – und blendet im Zweifel einen Hinweis ein, dass die Zeiten abweichen könnten, oder übernimmt Änderungsvorschläge, die Sie nicht bestimmt haben.
- Der erste Eindruck stimmt nicht mehr. Wer ein Team sieht, das es so nicht mehr gibt, schließt daraus auf den Rest.
Die Messlatte, die ich anlege
Eine Änderung an Ihrer Website sollte nicht länger dauern als eine Nachricht an Ihren Lieferanten. Kein Handbuch, keine Schulung, kein Anruf bei mir für die Öffnungszeiten – und keine Wartungspauschale dafür.
Das ist keine Frage des guten Willens, sondern eine Bauentscheidung. Wer eine Seite so baut, dass nur Fachleute sie ändern können, hat sich für einen dauerhaften Kunden entschieden – und gegen einen selbstständigen Betrieb. Was Sie selbst erledigen und was Sie abgeben sollten, steht unter Selbst machen oder machen lassen.
Der Praxistest
Schaffen Sie es, an einem Dienstagabend zwischen zwei Terminen die Öffnungszeiten zu ändern, ohne jemanden zu fragen? Wenn nein, ist die Seite falsch gebaut – nicht Sie zu ungeschickt.
Wie sich das lösen lässt, steht im nächsten Stück: Das kleinste CMS der Welt hat drei Felder und einen Knopf. Warum die großen Systeme überhaupt so aussehen, wie sie aussehen, steht unter WordPress ist die Lösung für ein Problem von gestern.
Weiterlesen aus „Neu gedacht“
Das kleinste CMS der Welt hat drei Felder und einen Knopf.
Für das, was sich an einer Betriebswebsite wirklich ändert, genügt ein Formular auf der Seite selbst – ohne Verwaltungsbereich und ohne Schulung.
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