ms. – Marcel Schuler
Neu gedachtDatenschutz6 Minuten

Das Cookie-Banner ist ein Schuldeingeständnis.

Wer Sie um Erlaubnis fragen muss, hat etwas vor. Die meisten Betriebe brauchen gar nichts von dem, wofür sie ihre Besucher um Erlaubnis bitten – sie wissen es nur nicht.

Symbolbild: ein Schild mit Schloss

Was das Banner wirklich sagt

Ein EinwilligungsfensterDas Fenster, das um Erlaubnis bittet, bevor eine Seite Daten an Dritte weitergibt. Nötig ist es nur, wenn die Seite tatsächlich fremde Dienste einbindet. ist keine Höflichkeit und kein Gütesiegel. Es ist eine gesetzlich erzwungene Selbstanzeige. Übersetzt steht dort: „Diese Seite gibt Daten über Sie an Firmen weiter, die Sie nicht kennen. Bitte winken Sie das durch.“

Dass wir uns daran gewöhnt haben, macht es nicht besser. Es macht nur sichtbar, wie normal es geworden ist, dass eine Speisekarte im Netz Daten an drei Kontinente schickt.

Die unbequeme Frage

Wenn Sie ein Banner brauchen: Was genau wird da eigentlich weitergegeben? Wenn Sie das nicht beantworten können, weiß es auf Ihrer Seite niemand.

Die meisten Betriebe zahlen einen Preis, von dem sie nichts haben

Ein Gasthof mit sechs Unterseiten braucht kein Werbenetzwerk. Trotzdem steht auf der Seite ein Banner, weil irgendwann jemand eine Schriftart von einem fremden Server eingebunden hat. Der Preis dafür ist real:

  • Besucher springen ab. Das Erste, was jemand auf Ihrer Seite sieht, ist eine Hürde, die er wegklicken muss – oft auf dem Handy, oft unterwegs, oft in Eile.
  • Die Seite wird langsamer. Das Banner selbst ist ein Programm, das geladen, aufgebaut und ausgewertet werden muss, bevor irgendetwas anderes passiert.
  • Die Zahlen werden unbrauchbar. Wer ablehnt, taucht in Ihrer Statistik gar nicht erst auf. Am Ende messen Sie die Hälfte Ihrer Besucher – nämlich die, die genervt zugestimmt hat – und halten das für Ihr Publikum.
  • Sie haften. Für das, was die eingebundenen Dienste tun, stehen Sie gerade – auch wenn Sie nie verstanden haben, was sie tun.

Der Ausweg ist unspektakulär

Man kann das Banner nicht wegdiskutieren, solange die Dienste dahinter laufen. Man kann aber die Dienste weglassen. Schriften liegen auf dem eigenen Webspace. Die Karte wird zum Bild mit einem Link zur Navigations-App. Die Besucherzählung läuft ohne Wiedererkennung – oder gar nicht.

Dann gibt es nichts mehr, wofür man um Erlaubnis bitten müsste. Die Seite lädt schneller, die Rechtslage ist klar, und der erste Eindruck ist die Seite selbst statt eines grauen Kastens.

Wann es nicht geht

Ein Buchungssystem, ein Shop mit Bezahlung, eingebettete Videos: Dafür braucht es fremde Dienste, und dann braucht es das Banner. Das ist ehrlicher, als so zu tun, als ginge immer alles.

Und seit Kurzem gilt das für noch viel mehr

Viele Dienste wurden eingebunden, weil es früher unverhältnismäßig teuer war, so etwas selbst zu bauen. Ein Anfrageformular, eine Besucherzählung, eine Bildergalerie, eine Terminanfrage – dafür nahm man, was es fertig gab, und kaufte das Banner gleich mit ein.

Diese Rechnung stimmt nicht mehr. Mit KI-Unterstützung entsteht so etwas in Stunden statt in Tagen, in schlankem PHP auf Ihrem eigenen Webspace. Das Formular, über das Sie mich auf dieser Website erreichen, ist genau das: selbst gebaut, ohne Sitzung, ohne Cookie, ohne einen einzigen fremden Server.

Der Haken sitzt woanders: im Beurteilen. Ein Formular, das Eingaben ungeprüft weiterreicht, ist in zehn Minuten geschrieben und in zwei Wochen eine Spam-Schleuse. Tempo beim Bauen erspart Ihnen die Frage nicht, ob das Ergebnis sicher, wartbar und rechtlich sauber ist.

Wo es trotzdem nicht geht

Vier Dinge lassen sich nicht wegprogrammieren, weil dahinter keine Technik steht, sondern Infrastruktur:

Bezahlung braucht einen zugelassenen Zahlungsdienstleister.

Karten brauchen lizenziertes Kartenmaterial.

Videos brauchen Bandbreite, die Ihr Webspace nicht hat.

Newsletter brauchen einen Absender-Ruf, den man sich über Jahre erwirbt.

Warum ich das aufschreibe

Ich baue Websites für Betriebe in und um München, und ich fange jedes Mal mit derselben Frage an: Was davon brauchen Sie wirklich? In den allermeisten Fällen lautet die Antwort: weniger, als bisher eingebaut war. Das Banner fällt dann als Erstes weg – nicht als Trick, sondern weil nichts mehr da ist, was eine Einwilligung verlangen würde.

Wie das technisch abläuft und was das Gesetz dazu genau sagt, steht ausführlich unter Website ohne Cookie-Banner: geht das?

Eine Seite, die niemanden um Erlaubnis fragen muss.

Ich baue Ihnen drei Entwürfe, ohne fremde Dienste und ohne Einwilligungsfenster. Ansehen kostet nichts.

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