Das Cookie-Banner ist ein Schuldeingeständnis.
Wer Sie um Erlaubnis fragen muss, hat etwas vor. Die meisten Betriebe brauchen gar nichts von dem, wofür sie ihre Besucher um Erlaubnis bitten – sie wissen es nur nicht.
Was das Banner wirklich sagt
Ein EinwilligungsfensterDas Fenster, das um Erlaubnis bittet, bevor eine Seite etwas auf Ihrem Gerät speichert oder ausliest, das für den Betrieb der Seite nicht nötig ist – zum Beispiel Cookies für Statistik oder Werbung. Nötig ist es nur, wenn die Seite so etwas tut. ist das Fenster, das um Erlaubnis bittet, bevor eine Seite etwas auf Ihrem Gerät speichert oder ausliest, das für den Betrieb der Seite nicht nötig ist – zum Beispiel Cookies für Statistik oder Werbung. Nötig ist es nur, wenn die Seite so etwas tatsächlich tut. Es ist also keine Höflichkeit und kein Gütesiegel, sondern eine gesetzlich erzwungene Selbstanzeige. Übersetzt steht dort meist: „Diese Seite gibt Daten über Sie an Firmen weiter, die Sie nicht kennen. Bitte winken Sie das durch.“
Dass wir uns daran gewöhnt haben, macht es nicht besser. Es macht nur sichtbar, wie normal es geworden ist, dass eine Speisekarte im Netz Daten an drei Kontinente schickt.
Die unbequeme Frage
Wenn Sie ein Banner brauchen: Was genau wird da eigentlich weitergegeben? Wenn Sie das nicht beantworten können, weiß es auf Ihrer Seite niemand.
Die meisten Betriebe zahlen einen Preis, von dem sie nichts haben
Ein Gasthof mit sechs Unterseiten braucht kein Werbenetzwerk. Trotzdem steht auf der Seite ein Banner, weil irgendwann jemand eine Schriftart von einem fremden Server eingebunden hat. Der Preis dafür ist real:
- Besucher springen ab. Das Erste, was jemand auf Ihrer Seite sieht, ist eine Hürde, die er wegklicken muss – oft auf dem Handy, oft unterwegs, oft in Eile.
- Die Seite wird langsamer. Das Banner selbst ist ein Programm, das geladen, aufgebaut und ausgewertet werden muss, bevor irgendetwas anderes passiert. Warum Tempo keine Nebensache ist, steht unter Schnell ist kein Feature, die praktische Seite unter Warum Ihre Website langsam ist.
Dazu kommen unbrauchbare Zahlen, laufende Kosten und die Haftung für die eingebundenen Dienste. Die ganze Rechnung steht im Ratgeber Website ohne Cookie-Banner.
Der Ausweg ist unspektakulär
Man kann das Banner nicht wegdiskutieren, solange die Dienste dahinter laufen. Man kann aber die Dienste weglassen. Schriften liegen auf dem eigenen Webspace. Die Karte wird zum Bild mit einem Link zur Navigations-App. Die Besucherzählung läuft ohne Wiedererkennung – oder gar nicht.
Dann gibt es nichts mehr, wofür man um Erlaubnis bitten müsste. Die Seite lädt schneller, die Rechtslage ist klar, und der erste Eindruck ist die Seite selbst statt eines grauen Kastens.
Wann es nicht geht
Ein Shop mit Bezahlung, eingebettete Videos, ein Buchungskalender, der schon beim Aufruf lädt: Dafür braucht es fremde Dienste, und dann braucht es das Banner. Lädt der Kalender erst auf Klick – wie der Terminknopf auf meiner Kontaktseite –, geht es auch ohne. Das ist ehrlicher, als so zu tun, als ginge immer alles.
Seit Kurzem lässt sich noch viel mehr selbst bauen
Viele Dienste wurden eingebunden, weil es früher unverhältnismäßig teuer war, so etwas selbst zu bauen. Ein Anfrageformular, eine Besucherzählung, eine Bildergalerie, eine Terminanfrage – dafür nahm man, was es fertig gab, und kaufte das Banner gleich mit ein.
Diese Rechnung stimmt nicht mehr. Mit KI-Unterstützung entsteht so etwas in Stunden statt in Tagen, in schlankem PHP auf Ihrem eigenen Webspace. Das Formular, über das Sie mich auf dieser Website erreichen, ist genau das: selbst gebaut, ohne Sitzung, ohne Cookie, ohne einen einzigen fremden Server.
Der Haken sitzt woanders: im Beurteilen. Ein Formular, das Eingaben ungeprüft weiterreicht, ist in zehn Minuten geschrieben und in zwei Wochen eine Spam-Schleuse. Tempo beim Bauen erspart Ihnen die Frage nicht, ob das Ergebnis sicher, wartbar und rechtlich sauber ist.
Wo es trotzdem nicht geht
Vier Dinge lassen sich nicht wegprogrammieren, weil dahinter keine Technik steht, sondern Infrastruktur:
Bezahlung braucht einen zugelassenen Zahlungsdienstleister.
Karten brauchen lizenziertes Kartenmaterial.
Videos in Länge brauchen Bandbreite, die ein einfaches Webspace-Paket schnell überfordert.
Newsletter brauchen einen Absender-Ruf, den man sich über Jahre erwirbt.
Warum ich das aufschreibe
Ich baue Websites für Betriebe in und um München, und ich fange jedes Mal mit derselben Frage an: Was davon brauchen Sie wirklich? In den allermeisten Fällen lautet die Antwort: weniger, als bisher eingebaut war. Das Banner fällt dann als Erstes weg – nicht als Trick, sondern weil nichts mehr da ist, was eine Einwilligung verlangen würde.
Wie das technisch abläuft und was das Gesetz dazu genau sagt, steht ausführlich unter Website ohne Cookie-Banner: geht das?
Weiterlesen aus „Neu gedacht“
WordPress ist die Lösung für ein Problem von gestern.
Zwanzig Jahre lang war ein Redaktionssystem der übliche Weg, eine Website selbst zu pflegen. Das stimmt nicht mehr, seit Bauen auch ganz ohne System leicht geht.
LesenDas Teuerste an Ihrer Website ist, dass Sie sich nicht drantrauen.
Die Rechnung für die Seite ist längst bezahlt. Was laufend kostet, sind die Weihnachtsöffnungszeiten, die im Februar noch dort stehen.
LesenSchnell ist kein Feature. Schnell ist, was passiert, wenn nichts Überflüssiges im Weg steht.
Eine schlanke Website lädt schneller, wird besser gefunden und hat weniger, das kaputtgehen kann. Tempo ist kein Extra, sondern die Folge von Weglassen.
LesenEine Seite, die niemanden um Erlaubnis fragen muss.
Ich baue Ihnen drei Entwürfe, ohne fremde Dienste und ohne Einwilligungsfenster. Ansehen kostet nichts.