Domain und Hosting: was Sie wirklich brauchen.
Zwei Dinge, ein paar Euro im Monat – und eine Frage, die später über alles entscheidet: Läuft der Vertrag auf Ihren Namen?
Die zwei Bausteine
Die Domain ist Ihre Adresse im Netz, also ihr-betrieb.de. Sie wird jährlich gemietet, nicht gekauft, und kostet bei den üblichen Anbietern ungefähr so viel wie zwei Tassen Kaffee im Jahr.
Der Webspace ist der Platz, auf dem die Dateien liegen. Für eine Seite wie Ihre reicht das kleinste Paket. Ein Sicherheitszertifikat für die verschlüsselte Verbindung ist heute überall enthalten – wenn ein Anbieter dafür extra kassiert, ist das ein Warnzeichen.
Beides zusammen bekommen Sie bei Strato, Ionos, All-Inkl oder Hetzner für wenige Euro im Monat. Welchen davon Sie nehmen, ist für eine Seite dieser Größe fast gleichgültig.
Die eine wichtige Regel
Der Vertrag läuft auf Ihren Namen. Nicht auf den Ihrer Agentur, nicht auf den Ihres Schwagers.
Sie haben die Zugangsdaten. Auch dann, wenn Sie sie nie benutzen.
Die Rechnung kommt zu Ihnen. Das ist der einfachste Beweis dafür, dass die Adresse Ihnen gehört.
Welche Adresse soll es sein?
- Der Betriebsname, ausgeschrieben. gasthof-sonne.de ist besser als gs-gauting.de – man kann ihn am Telefon durchgeben
- Kurz genug zum Merken, lang genug zum Verstehen
- Keine Bindestrich-Ketten. Einer ist in Ordnung, drei nicht
- .de nehmen, wenn Ihre Kunden aus Deutschland kommen. Alles andere wirkt bei einem lokalen Betrieb fremd
- Ort nur, wenn er dazugehört – baeckerei-huber-gauting.de hilft, wenn es die Bäckerei Huber auch anderswo gibt
- Umlaute vermeiden. müller.de funktioniert technisch, macht aber bei E-Mail-Adressen bis heute Ärger
Ist Ihre Wunschadresse vergeben, prüfen Sie eine Variante mit Ort oder Branche, bevor Sie den Namen ändern. Und kaufen Sie nicht zehn Schreibweisen „zur Sicherheit“ – eine genügt.
E-Mail gehört dazu
Mit der Domain bekommen Sie Postfächer: info@ihr-betrieb.de statt gasthof.huber1967@gmx.de. Das kostet nichts extra und wirkt bei Anfragen deutlich verbindlicher.
Richten Sie höchstens zwei, drei Adressen ein und leiten Sie sie dorthin, wo Sie ohnehin lesen. Postfächer, die niemand abruft, sind schlimmer als keine.
Was ich dabei übernehme
Adresse prüfen und bestellen – auf Ihren Namen, mit Ihrer Zahlungsart.
Webspace einrichten, Zertifikat aktivieren, Seite hochladen.
Postfächer anlegen und auf Ihrem Handy einrichten, wenn Sie mögen.
Häufige Fragen
Was kosten Domain und Hosting im Jahr?
Für eine kleine Seite liegen beide zusammen üblicherweise zwischen drei und fünf Euro im Monat, also grob 30 bis 60 Euro im Jahr, je nach Anbieter und Paket. Teurer wird es erst, wenn Sie Datenbanken, viel Speicherplatz oder besondere Leistung brauchen – bei einer statischen Seite brauchen Sie das nicht.
Meine Domain läuft beim alten Dienstleister. Was tun?
Erst prüfen, auf wen sie registriert ist. Läuft sie auf Sie, können Sie sie jederzeit zu einem anderen Anbieter mitnehmen – Sie fordern dort den Umzug an und bekommen vom bisherigen einen Freigabecode. Läuft sie auf den Dienstleister, klären Sie das, bevor Sie irgendetwas anderes anfangen. Mehr dazu im Beitrag Website umziehen.
Brauche ich ein Backup?
Ihr Anbieter macht in der Regel automatische Sicherungen, meist über die letzten sieben bis vierzehn Tage. Bei einer statischen Seite liegt zusätzlich eine vollständige Kopie bei mir und bei Ihnen auf dem Rechner – da kann praktisch nichts verloren gehen.
Was ist mit „kostenlosen“ Domains aus Paketangeboten?
Die sind selten kostenlos, sondern im Preis versteckt – und häufig an den Vertrag gebunden. Kündigen Sie, ist die Adresse weg oder muss umständlich übertragen werden. Prüfen Sie deshalb vorher, ob Sie die Domain jederzeit mitnehmen können.
Sollte ich mehrere Domains sichern?
Für die meisten Betriebe: nein. Sinnvoll ist eine zweite Adresse nur, wenn Ihr Name häufig falsch geschrieben wird oder Sie unter zwei Namen bekannt sind. Die zweite Adresse wird dann auf die erste weitergeleitet, nicht mit eigenen Inhalten gefüllt – doppelte Inhalte schaden bei Google eher.
Passt dazu
Wenn die Adresse schon woanders liegt: umziehen ohne Sichtbarkeitsverlust. Und was der Betrieb danach kostet, steht unter Muss eine Website gewartet werden? Was insgesamt an laufenden Kosten anfällt, zeigt Was kostet eine Website?, und warum Sie mit dem Hoster einen Auftragsverarbeitungsvertrag brauchen, steht unter Impressum und Datenschutz.
Ich richte das mit ein.
Das Einrichten von Adresse, Speicherplatz, Zertifikat und Postfächern gehört beim Festpreis dazu – die paar Euro im Monat zahlen Sie direkt an den Anbieter, auf Ihren Namen. Sie müssen sich mit keinem Kundenbereich auseinandersetzen.