Bing, Apple Karten und der Rest.
Google ist der größte Eintrag, aber nicht der einzige. Drei weitere lohnen sich wirklich – und ein Dutzend andere kosten nur Zeit.
Die vier, die zählen
Google ist der Pflichteintrag. Wer nur eines macht, macht dieses – siehe Das Google-Unternehmensprofil richtig einrichten.
Bing Places lohnt sich nicht wegen der Suchenden – in Deutschland sucht dort kaum jemand. Sondern weil KI-Assistenten auf Bing-Daten zurückgreifen (warum, steht unter In KI-Antworten auftauchen). Der Eintrag ist in einer halben Stunde gemacht und lässt sich sogar direkt aus dem Google-Profil importieren.
Apple Karten ist der übersehene. Jeder iPhone-Besitzer, der Siri fragt oder die Karten-App öffnet, sieht Apples Daten – nicht Googles. In Gegenden mit vielen iPhones ist das ein nennenswerter Teil Ihrer Kundschaft. Eingetragen wird über Apple Business, kostenlos. Die Plattform hieß bis April 2026 Apple Business Connect; bestehende Einträge wurden übernommen.
Mapbox ist der neue vierte, wichtig für die Kartentreffer in ChatGPT. Inhaber können ihren Eintrag über das Contribute-Portal einreichen und korrigieren – kostenlos.
Die Reihenfolge
Google zuerst und vollständig. Dann Bing, weil sich die Daten übernehmen lassen. Dann Apple, dann Mapbox. Alles Weitere lohnt sich nur noch je nach Branche.
Was sonst noch sinnvoll ist – je nach Branche
- Gastronomie: TripAdvisor und die einschlägigen Reservierungsdienste, falls Sie ohnehin dort arbeiten. Ein gepflegter Eintrag genügt; überall dabei sein müssen Sie nicht.
- Handwerk: Das Verzeichnis Ihrer Innung oder Kammer. Solche Seiten sind oft alt, aber sie werden von Suchmaschinen gut bewertet und tatsächlich gelesen.
- Praxen und Therapie: Die Portale, die Patienten ohnehin nutzen. Hier zählt vor allem, dass Sprechzeiten und Leistungen stimmen.
- Alle: Ihr Eintrag auf der Seite der Gemeinde oder des Gewerbevereins. Kostet nichts, wird oft vergessen und ist erstaunlich sichtbar.
- OpenStreetMap, wenn Ihr Betrieb dort fehlt oder falsch liegt. Viele Apps und Navigationsgeräte greifen darauf zurück, auch solche, an die man nicht denkt.
Was Sie sich sparen können, sind die Massenverzeichnisse, die nach Anmeldung kostenpflichtige „Premium-Einträge“ verkaufen. Der Nutzen ist gering, und manche arbeiten mit Rechnungen, die wie Bestätigungen aussehen.
Der wichtigste Punkt: überall dasselbe
Name, Adresse und Telefonnummer müssen in jedem Eintrag identisch sein. Nicht sinngemäß gleich – identisch. Abweichungen erschweren die Zuordnung – vor allem verschiedene Telefonnummern und Namenszusätze wie „GmbH“ mal mit, mal ohne.
Suchmaschinen versuchen, aus vielen Quellen ein Bild Ihres Betriebs zusammenzusetzen. Widersprüchliche Angaben sind einer der häufigsten Gründe, warum ein Betrieb schlechter gefunden wird, als er sollte – oft häufiger als fehlende Einträge.
Ein Blatt mit allem
Schreiben Sie Name, Adresse, Telefon und Zeiten einmal genau so auf, wie sie überall stehen sollen. Dieses Blatt ist die Vorlage für jeden neuen Eintrag – und für jeden, der für Sie etwas einträgt.
Häufige Fragen
Kosten Bing Places, Apple Business und Mapbox etwas?
Nein, alle drei sind kostenlos. Wie beim Google-Eintrag gilt: Wer Sie anruft und Geld für eine „Verifizierung“ oder „Freischaltung“ verlangt, kommt weder von Microsoft noch von Apple.
Kann ich meinen Google-Eintrag zu Bing übertragen?
Ja. Bing Places bietet beim Anlegen an, die Daten aus dem Google-Unternehmensprofil zu importieren. Das spart das meiste Tippen. Prüfen Sie danach trotzdem Kategorie und Öffnungszeiten, weil nicht alle Felder sauber übernommen werden.
Wie oft muss ich die Einträge pflegen?
Immer sofort, wenn sich etwas ändert – Zeiten, Nummer, Ruhetag. Und zusätzlich ein Rundgang zweimal im Jahr, weil Portale Felder umbauen und Nutzer Änderungen vorschlagen können. Für Google und Bing dauert das jeweils zehn Minuten.
Ich habe alte Einträge, an die ich nicht mehr herankomme.
Das ist der Normalfall, wenn früher eine Agentur oder ein Familienmitglied etwas angelegt hat. Bei Google gibt es dafür ein Verfahren, den Eintrag zu übernehmen: Sie stellen die Anfrage, der bisherige Verwalter hat drei Tage Zeit; antwortet er nicht, können Sie das Profil in der Regel selbst bestätigen. Andere Portale haben ähnliche Wege, meist über den Kundendienst.
Passt dazu
Der wichtigste Eintrag zuerst: Das Google-Unternehmensprofil richtig einrichten. Warum Bing und Mapbox dabei plötzlich zählen, steht unter In KI-Antworten auftauchen. Den Überblick gibt Lokal gefunden werden.
Alles auf einen Stand bringen?
Wenn ich Ihre Website baue, ist das Google-Unternehmensprofil dabei: angelegt oder übernommen und mit der Seite abgeglichen. Mit dem Zusatz „Gefunden werden bei Google“ lege ich außerdem die Einträge bei Bing und Apple Karten an, fülle alle vollständig aus, bringe sie auf denselben Stand und setze strukturierte Daten in den Quelltext der Seite. 200 Euro zusätzlich, zusammen 750 Euro netto (892,50 Euro brutto) einmalig.