Gefunden werden, wenn jemand in der Nähe sucht.
Das meiste davon können Sie selbst machen. Es kostet nichts außer einem Nachmittag.
Wie Google entscheidet, wen es zeigt
Google nennt selbst drei Dinge, nach denen lokale Ergebnisse sortiert werden. Alles andere, was Sie zu diesem Thema hören, hängt daran.
Relevanz. Passt das, was über Sie hinterlegt ist, zu dem, was jemand sucht? Je vollständiger Ihre Angaben, desto besser die Zuordnung.
Entfernung. Wie weit sind Sie vom Suchenden weg? Daran können Sie nichts ändern – aber es erklärt, warum Sie zwei Orte weiter nicht auftauchen.
Bekanntheit. Wie oft wird im Netz auf Sie verwiesen, und wie viele gute Bewertungen haben Sie? Das ist der Teil, an dem sich arbeiten lässt.
Der größte Hebel: Ihr Eintrag bei Google
Das Google Unternehmensprofil ist der Kasten, der rechts erscheint, wenn jemand Ihren Namen sucht – mit Öffnungszeiten, Karte und Bewertungen. Für die meisten Betriebe bringt eine gepflegte Stunde hier mehr als alles andere.
Was zählt: die richtige Hauptkategorie, vollständige Kontaktdaten, echte Öffnungszeiten samt Feiertagen, Ihre Leistungen einzeln aufgeführt, und regelmäßig neue Fotos. Beiträge über Angebote und Neuigkeiten sind möglich, verschwinden aber nach einem halben Jahr automatisch aus der Ansicht.
Neu seit Ende 2025
Die Funktion „Fragen & Antworten“ hat Google eingestellt. Stattdessen beantwortet eine KI die Fragen der Suchenden – aus dem, was sie über Sie findet.
Was das für Sie heißt: Antworten, die früher jemand von Hand eingetragen hat, muss die KI sich jetzt zusammensuchen. Findet sie nichts, rät sie oder schweigt. Also gehört alles, was Kunden häufig fragen, ins Profil und auf Ihre Website: Parkplätze, Barrierefreiheit, Bezahlarten, Termine ohne Voranmeldung.
Bewertungen sind keine Nettigkeit
Anzahl und Qualität der Rezensionen gehören zu den wenigen Dingen, die Google offen als Faktor benennt. Für einen Betrieb mit zwölf Bewertungen ist der Abstand zu einem mit hundertzwanzig kaum aufzuholen – außer man fängt an.
Fragen Sie im richtigen Moment
Direkt nachdem jemand zufrieden war. Nicht per Serienmail zwei Wochen später, sondern persönlich, an der Kasse oder beim Verabschieden.
Machen Sie es leicht
Ein kurzer Link oder ein QR-Code auf der Rechnung, der direkt im Bewertungsfenster landet. Jeder zusätzliche Klick kostet die Hälfte.
Antworten Sie auf alles
Auch und gerade auf die schlechten. Eine ruhige, sachliche Antwort überzeugt die Mitleser mehr als die Kritik selbst.
Was Sie lassen sollten: Bewertungen kaufen. Google geht seit 2025 deutlich härter gegen gefälschte Rezensionen und aufgeblähte Einträge vor – im schlimmsten Fall verschwindet das ganze Profil.
Ihre Website ist der Beleg
Der Eintrag allein reicht nicht. Google gleicht ab, ob das, was dort steht, auch woanders zu finden ist – vor allem auf Ihrer eigenen Seite. Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall gleich geschrieben sein. Wirklich überall, bis zur Abkürzung „Str.“ oder „Straße“.
Und dann kommt der Teil, der sich in den letzten Jahren am stärksten geändert hat: Die Systeme lesen inzwischen Zusammenhänge, nicht Stichwörter. Zwanzigmal „Friseur Gauting“ in einen Text zu stopfen, hilft nicht mehr – es schadet.
Was stattdessen wirkt, ist Konkretheit. Schreiben Sie auf, was Sie tatsächlich tun, für wen, und was es kostet. Nennen Sie Ihren Ort da, wo er hingehört: in der Anfahrt, in den Öffnungszeiten, in einem Satz über die Nachbarschaft.
Wer mehrere Orte bedient, gibt jedem eine eigene Seite mit eigenem Inhalt – aber nur, wenn es dort wirklich etwas zu erzählen gibt. Fünfzehn gleiche Seiten mit ausgetauschtem Ortsnamen erkennt heute jeder Filter.
Fotos sind Inhalte, keine Dekoration
Echte Bilder von Ihrem Laden, Ihren Leuten und Ihrer Arbeit wirken doppelt: Sie entscheiden mit darüber, ob jemand auf Ihren Eintrag klickt – und sie sind ein eigener Weg zu Ihnen, weil Menschen auch über die Bildersuche kommen. Stockfotos von lachenden Models tun beides nicht.
Ein Nachmittag mit dem Handy bei gutem Licht reicht: Außenansicht, Innenraum, Menschen bei der Arbeit, die drei Dinge, für die man zu Ihnen kommt. Dann alle paar Monate ein paar neue.
Die Liste zum Abarbeiten
- Unternehmensprofil beanspruchen und vollständig ausfüllen
- Hauptkategorie prüfen – sie wiegt am schwersten
- Öffnungszeiten samt Feiertagen aktuell halten
- Häufige Fragen im Profil und auf der Website beantworten
- Nach jedem guten Auftrag um eine Bewertung bitten
- Auf jede Bewertung antworten, auch die unangenehmen
- Name, Adresse, Telefon überall identisch schreiben
- Alle paar Monate neue echte Fotos hochladen
- Einträge in Karten und Verzeichnissen auf denselben Stand bringen
- Auf der Website konkret werden: Leistungen, Preise, Anfahrt
Häufige Fragen
Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?
Nichts. Das Profil ist kostenlos, und Google sagt ausdrücklich, dass sich ein besseres lokales Ranking auch nicht kaufen lässt. Wer Ihnen anbietet, gegen Gebühr für eine Platzierung zu sorgen, verkauft Ihnen entweder Werbeanzeigen oder nichts.
Wie komme ich an mehr Bewertungen?
Indem Sie fragen – direkt nachdem jemand zufrieden war, nicht zwei Wochen später per Serienmail. Machen Sie es leicht: ein kurzer Link oder ein QR-Code auf der Rechnung, der direkt im Bewertungsfenster landet. Und antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die unangenehmen.
Kaufen Sie keine Bewertungen. Google geht seit 2025 deutlich härter gegen gefälschte Rezensionen vor, und im schlimmsten Fall verschwindet das ganze Profil.
Brauche ich überhaupt eine Website, wenn ich bei Google eingetragen bin?
Ja. Der Eintrag allein reicht nicht, weil Google abgleicht, ob die Angaben auch woanders zu finden sind – vor allem auf Ihrer eigenen Seite. Dazu kommt: Alles, was im Eintrag keinen Platz hat, steht auf der Website. Genau daraus bedienen sich inzwischen auch die KI-Antworten.
Wie lange dauert es, bis man etwas merkt?
Ein vollständiges Profil wirkt oft innerhalb weniger Wochen. Bewertungen und Bekanntheit brauchen länger, weil sie sich ansammeln müssen. Wer heute anfängt, sieht die ersten Veränderungen meist im nächsten Quartal – wer nicht anfängt, sieht nie eine.
Lohnt sich eine eigene Seite für jeden Nachbarort?
Nur, wenn es dort wirklich etwas zu erzählen gibt – einen Kunden, ein Projekt, eine Besonderheit. Fünfzehn gleiche Seiten mit ausgetauschtem Ortsnamen erkennt heute jeder Filter, und sie schaden mehr, als sie nützen.
Und wenn die Website dafür nicht taugt?
Die Punkte oben setzen voraus, dass es etwas gibt, worauf Google verweisen kann. Wenn Ihre Seite von 2014 ist oder gar nicht existiert, fange ich damit an – und zeige Ihnen drei fertige Entwürfe, bevor Sie irgendetwas entscheiden müssen.