Wie KI beim Posten wirklich hilft – und wo nicht.
Der Unterschied zwischen einer Vorlage, die Zeit spart, und einem Text, den niemand Ihnen abnimmt.
Warum reine KI-Texte auffallen
Ein Beitrag, der komplett von einer KI geschrieben wurde, liest sich oft erstaunlich gut – und trotzdem irgendwie nach niemandem. Die Sprache ist zu glatt, die Formulierungen kennt man aus tausend anderen Beiträgen, und der eigentliche Betrieb kommt darin nicht vor.
Der Entwurf ist nur die halbe Arbeit. Was fehlt, ist der Durchgang danach: rausstreichen, was jeder schreiben könnte, und reinschreiben, was nur bei Ihnen stimmt. Fünf Minuten, und der Text gehört Ihnen.
Die Faustregel
KI liefert das Rohmaterial in Sekunden. Die Persönlichkeit des Betriebs kommt erst durch die Überarbeitung rein – und die dauert Minuten, nicht Stunden.
Wofür KI im Workflow gut ist
- Erste Entwürfe aus Stichpunkten – aus fünf Notizen wird in Sekunden ein vollständiger Text zum Weiterbearbeiten.
- Varianten durchspielen – dieselbe Nachricht in drei Tonlagen, um die passende auszuwählen, statt selbst drei Mal neu zu schreiben.
- Bildideen und Bildunterschriften – Vorschläge, was ein vorhandenes Foto braucht, um als Beitrag zu funktionieren.
- Wiederkehrende Formate abarbeiten – wenn die Struktur schon feststeht (siehe Redaktionsplan für Social Media), füllt KI sie deutlich schneller als ein leeres Textfeld.
Wofür KI im Workflow nicht gut ist
Für alles, was Vertrauen schafft: die ehrliche Antwort auf eine Kundenfrage, der Kommentar auf Kritik, die Ankündigung, wenn mal etwas schiefgelaufen ist. Dort merkt man einen KI-Text sofort – und genau dort zählt die Stimme des Betriebs am meisten.
Und für alles, was Kunden oder Mitarbeiter betrifft: Namen, Reservierungen, Bestellungen, Fotos von Gästen oder vom Team gehören nicht in ChatGPT und Co. Die meisten Anbieter sitzen in den USA und verwenden Eingaben je nach Einstellung zum Training. Geben Sie der KI Stichpunkte zum Thema, keine Kunden- oder Personaldaten.
Häufige Fragen
Merkt man KI-Texten das wirklich an?
Meistens ja – an typischen Wendungen wie „In der heutigen schnelllebigen Welt“ oder „Tauchen Sie ein in …“, an der Länge der Sätze, an einer gewissen Gleichförmigkeit. Wer regelmäßig liest, entwickelt dafür ein Gespür, auch ohne es benennen zu können.
Muss ich selbst mit KI-Tools umgehen können?
Nein. Ich richte den Workflow so ein, dass er mit einfachen Vorlagen funktioniert – Sie füllen Stichpunkte ein, der Rest läuft nach dokumentiertem Muster.
Ist das nicht unehrlich gegenüber den Followern?
Ein Werkzeug für den ersten Entwurf zu nutzen ist nicht anders, als früher eine Textvorlage zu verwenden. Unehrlich wäre es, Dinge zu behaupten, die nicht stimmen – nicht, wie der Text technisch entstanden ist.
Muss ich KI-Beiträge kennzeichnen?
Bei Texten, die Sie selbst überarbeitet haben, nein. Bei Bildern und Videos kommt es darauf an: Seit 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten der KI-Verordnung (Art. 50). Fotorealistische Bilder oder Videos, die von einer KI erzeugt wurden und echt wirken könnten – sogenannte Deepfakes –, müssen als KI-erzeugt gekennzeichnet werden. Instagram, Facebook und TikTok haben dafür eine eigene Funktion beim Hochladen; die nutzen Sie einfach mit.
Was darf ich in die KI eintippen?
Stichpunkte zum Thema, die Rubrik, den Ton, den Sie möchten. Nicht hinein gehören Kunden- oder Personaldaten: keine Namen, keine Telefonnummern, keine Reservierungen, keine Fotos von Gästen oder Mitarbeitern. Statt „Frau Huber hat sich über die kalte Suppe beschwert“ schreiben Sie „Antwort auf eine Beschwerde über kaltes Essen“.
Passt dazu
Ein Beispiel für den kompletten Weg von Stichpunkt zu fertigem Beitrag zeigt der Beispielplan eines erfundenen Cafés. Woher die Themen dafür kommen und wie daraus ein Plan wird, steht unter Redaktionsplan für Social Media: vier Spalten, und am Dienstag ist klar, was dran ist.
Damit es nach Ihnen klingt
Ich richte Ihnen einen dokumentierten KI-Workflow ein und zeige an einem ganzen Monat, wie er sich anfühlt.