ms. – Marcel Schuler
Social Media · Ratgeber

Vier Spalten, und am Dienstag ist klar, was dran ist.

Ein Social-Media-Plan für Betriebe, in denen eine Person das nebenbei macht – kurz genug, um ihn zwischen zwei Kunden zu lesen.

Warum Redaktionspläne einschlafen

Die meisten Redaktionspläne gehen an zu viel Struktur zugrunde: zwanzig Spalten, Kampagnen-Phasen, KPI-Felder – gebaut für ein Marketingteam, benutzt von einer Person nebenbei. Nach der dritten Woche wird die Tabelle nicht mehr geöffnet.

Ein Plan, der funktioniert, beantwortet nur vier Fragen: Was wird gepostet, wann, auf welcher Plattform, und in welchem Format. Alles Weitere ist Ballast.

Die Testfrage

Würden Sie den Plan an einem stressigen Dienstagmorgen in unter einer Minute lesen und wissen, was heute dran ist? Wenn nicht, ist er zu kompliziert.

Die vier Spalten

  • Rubrik – aus welcher der wiederkehrenden Kategorien der Beitrag stammt (siehe Woher die Themen kommen).
  • Wann – Wochentag reicht, eine feste Uhrzeit auf die Minute bringt selten mehr Reichweite.
  • Plattform – wo es erscheint. Nicht überall dasselbe posten, sondern je Plattform passend zuschneiden.
  • Stichpunkte – drei, vier Worte, aus denen der Text entsteht. Kein fertiger Text im Plan, das verzögert nur.

Ein Monat im Voraus reicht

Mehr als vier Wochen im Voraus zu planen bringt selten etwas – zu viel ändert sich am Betrieb ohnehin ständig. Besser: einen Monat fest geplant, der nächste folgt, wenn der aktuelle zur Hälfte durch ist.

Häufige Fragen

In welchem Programm sollte der Plan stehen?

Egal, solange es griffbereit ist – eine einfache Tabelle, eine Notiz-App, sogar Papier. Der beste Plan ist der, der tatsächlich geöffnet wird, nicht der mit den meisten Funktionen.

Was, wenn spontan etwas Aktuelles dazukommt?

Der Plan ist ein Grundgerüst, kein Gesetz. Ein aktueller Anlass darf einen geplanten Beitrag jederzeit verschieben – wichtig ist nur, dass danach wieder zum Rhythmus zurückgefunden wird.

Wer sollte den Plan pflegen?

Am besten eine feste Person, auch wenn mehrere posten. Sonst verwässern Rubriken und Ton mit der Zeit, weil jeder etwas anders interpretiert.

Passt dazu

Wie ein ganzer Monat mit diesem Aufbau aussieht, zeigt die Beispiel-Redaktionsplan-Seite. Wie aus den Stichpunkten ein fertiger Text wird, steht unter Wie KI beim Posten wirklich hilft.

Dieser Plan ist für Betriebe gedacht, in denen eine Person postet. Sobald mehrere Leute schreiben und jemand freigeben muss, gelten andere Regeln: Redaktionspläne, die im Team überleben.

Plan statt leerem Blatt

Ich baue Ihnen genau diesen schlanken Redaktionsplan – zugeschnitten auf Ihren Betrieb und Ihre Plattformen.

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