Ein Plan ohne Namen daneben ist eine Wunschliste.
Redaktionspläne in Unternehmen scheitern selten an den Themen. Sie scheitern daran, dass niemand zuständig ist und die Freigabe ungeklärt bleibt.
Warum Pläne einschlafen
Ein Redaktionsplan entsteht meist in einem Workshop, sieht danach großartig aus und ist nach sechs Wochen tot. Nicht weil die Themen falsch waren, sondern weil niemand entschieden hat, wer schreibt, wann es fertig sein muss und was passiert, wenn es das nicht ist.
Ohne Namen daneben bleibt es eine Wunschliste.
Die Mindestausstattung
Thema, Zuständigkeit, Termin, Freigabe. Vier Spalten. Alles darüber hinaus ist Komfort und darf später kommen.
So sieht ein Ausschnitt aus
Drei Zeilen aus dem Redaktionsplan eines Maschinenbauers, wie er nach einem Workshop aussehen sollte. Jede Zeile hat ein Thema, das aus einer echten Frage stammt, einen Namen statt einer Abteilung, einen Termin und eine Person, die freigibt. Steht in einer Spalte „Marketing“ oder „tbd“, ist die Zeile noch nicht fertig geplant.
Mehr braucht es für den Anfang nicht. Kanal, Format und Schlagwörter lassen sich später ergänzen, wenn die ersten Beiträge erschienen sind.
Thema · Zuständigkeit · Termin · Freigabe
Filterwechsel in drei Minuten (häufigste Supportfrage) · Anna Berger · 14. März · Freigabe: Jens Kohl, Service
Was die neue Steuerung anders macht (Messe im April) · Tobias Lang · 28. März · Freigabe: Dr. Sabine Wolf, Entwicklung
Wartungsvertrag oder Einzelauftrag? (Einwand aus dem Vertrieb) · Anna Berger · 11. April · Freigabe: Jens Kohl, Service
So bleibt er am Leben
Weniger vornehmen
Zwei Beiträge im Monat, die erscheinen, schlagen acht geplante, von denen drei fertig werden.
An vorhandene Termine hängen
Produktrelease, Messe, Jahreswechsel – Inhalte, die an ohnehin stattfindende Ereignisse gekoppelt sind, werden auch geschrieben.
Nach drei Monaten aufräumen
Was nie geschrieben wurde, wird gestrichen statt verschoben. Ein Plan, in dem Leichen liegen, wird nicht mehr geöffnet.
Woher die Themen kommen
- Fragen aus dem Support, sortiert nach Häufigkeit
- Einwände aus dem Vertrieb
- Fachliche Entwicklungen, zu denen Sie eine Haltung haben
Die vollständige Liste der Quellen steht bei den Zielgruppen, die man nicht erfindet.
Passt dazu
Woher die Themen kommen, entscheidet sich bei den Zielgruppen. Welche Begriffe in den Beiträgen gelten, regelt die Terminologieliste. Für die Freigabe hilft die Prüfliste aus Verständlich schreiben ist Technik.
Hier geht es um Redaktionsarbeit in Unternehmen, wo mehrere Leute schreiben und jemand freigibt. Für einen Betrieb, in dem eine Person nebenbei postet, genügt ein deutlich schlankerer Plan: Redaktionsplan für Social Media selbst erstellen.
Haben Sie einen Plan oder eine Wunschliste?
Wenn in Ihrem Plan keine Namen und keine Termine stehen, ist das der erste Punkt, den wir angehen.