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ms. – Marcel Schuler
Content-Strategie

Ein Plan ohne Namen daneben ist eine Wunschliste.

Redaktionspläne in Unternehmen scheitern selten an den Themen. Sie scheitern daran, dass niemand zuständig ist und die Freigabe ungeklärt bleibt.

Symbolbild: ein Kalenderblatt mit Wochenplan

Warum Pläne einschlafen

Ein Redaktionsplan entsteht meist in einem Workshop, sieht danach großartig aus und ist nach sechs Wochen tot. Nicht weil die Themen falsch waren, sondern weil niemand entschieden hat, wer schreibt, wann es fertig sein muss und was passiert, wenn es das nicht ist.

Ohne Namen daneben bleibt es eine Wunschliste.

Die Mindestausstattung

Thema, Zuständigkeit, Termin, Freigabe. Vier Spalten. Alles darüber hinaus ist Komfort und darf später kommen.

So sieht ein Ausschnitt aus

Drei Zeilen aus dem Redaktionsplan eines Maschinenbauers, wie er nach einem Workshop aussehen sollte. Jede Zeile hat ein Thema, das aus einer echten Frage stammt, einen Namen statt einer Abteilung, einen Termin und eine Person, die freigibt. Steht in einer Spalte „Marketing“ oder „tbd“, ist die Zeile noch nicht fertig geplant.

Mehr braucht es für den Anfang nicht. Kanal, Format und Schlagwörter lassen sich später ergänzen, wenn die ersten Beiträge erschienen sind.

Thema · Zuständigkeit · Termin · Freigabe

Filterwechsel in drei Minuten (häufigste Supportfrage) · Anna Berger · 14. März · Freigabe: Jens Kohl, Service

Was die neue Steuerung anders macht (Messe im April) · Tobias Lang · 28. März · Freigabe: Dr. Sabine Wolf, Entwicklung

Wartungsvertrag oder Einzelauftrag? (Einwand aus dem Vertrieb) · Anna Berger · 11. April · Freigabe: Jens Kohl, Service

So bleibt er am Leben

1

Weniger vornehmen

Zwei Beiträge im Monat, die erscheinen, schlagen acht geplante, von denen drei fertig werden.

2

An vorhandene Termine hängen

Produktrelease, Messe, Jahreswechsel – Inhalte, die an ohnehin stattfindende Ereignisse gekoppelt sind, werden auch geschrieben.

3

Nach drei Monaten aufräumen

Was nie geschrieben wurde, wird gestrichen statt verschoben. Ein Plan, in dem Leichen liegen, wird nicht mehr geöffnet.

Woher die Themen kommen

  • Fragen aus dem Support, sortiert nach Häufigkeit
  • Einwände aus dem Vertrieb
  • Fachliche Entwicklungen, zu denen Sie eine Haltung haben

Die vollständige Liste der Quellen steht bei den Zielgruppen, die man nicht erfindet.

Passt dazu

Woher die Themen kommen, entscheidet sich bei den Zielgruppen. Welche Begriffe in den Beiträgen gelten, regelt die Terminologieliste. Für die Freigabe hilft die Prüfliste aus Verständlich schreiben ist Technik.

Hier geht es um Redaktionsarbeit in Unternehmen, wo mehrere Leute schreiben und jemand freigibt. Für einen Betrieb, in dem eine Person nebenbei postet, genügt ein deutlich schlankerer Plan: Redaktionsplan für Social Media selbst erstellen.

Haben Sie einen Plan oder eine Wunschliste?

Wenn in Ihrem Plan keine Namen und keine Termine stehen, ist das der erste Punkt, den wir angehen.

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