Was eine Stellenanzeige braucht, die tatsächlich gelesen wird.
Nicht mehr Text, sondern die richtigen vier Angaben – in der richtigen Reihenfolge.
Warum die meisten Anzeigen nichts bringen
„Wir suchen Verstärkung“ steht auf unzähligen Aushängen und sagt nichts. Wer eine Stelle sucht, will in fünf Sekunden wissen: Was mache ich, wann, für wie viel Geld – und wie melde ich mich. Fehlt eine dieser vier Angaben, wird die Anzeige übersprungen, egal wie freundlich sie formuliert ist.
Besonders der Verdienst wird gerne weggelassen, aus Unsicherheit oder weil er „im Gespräch“ geklärt werden soll. Genau das kostet die meisten Bewerbungen. Wer nicht weiß, ob sich das Melden lohnt, meldet sich nicht.
Die Reihenfolge, die funktioniert
Aufgabe zuerst, dann Zeit, dann Geld, dann Kontakt. In dieser Reihenfolge liest es sich wie eine Auskunft, nicht wie eine Werbeanzeige.
Die vier Angaben
- Was zu tun ist – drei, vier Sätze in echten Worten, nicht in Stellenbeschreibungs-Floskeln. „Du deckst ein, nimmst Bestellungen auf und kassierst“ statt „Mitarbeit im gastronomischen Tagesgeschäft“.
- Wann – welche Tage, welche Uhrzeit, wie viele Stunden. Wer das weglässt, bekommt Anfragen von Leuten, deren Zeit gar nicht passt.
- Wie viel – eine Spanne genügt. Sie kostet nichts an Verhandlungsspielraum, aber sie filtert vor.
- Wie melden – ein Knopf, keine Formularseite. Details dazu unter Warum ein WhatsApp-Satz mehr bringt.
Was weggelassen werden darf
Anforderungslisten mit zehn Punkten, Unternehmensphilosophie, Benefits-Aufzählungen mit Kaffee-Flatrate – all das liest kaum jemand vor der ersten Nachricht. Ein, zwei ehrliche Sätze dazu, warum es sich lohnt, reichen. Der Rest kommt im Gespräch.
Häufige Fragen
Muss der Lohn wirklich genau dastehen?
Eine Spanne reicht völlig, etwa „15 bis 17 Euro die Stunde“. Wichtig ist nur, dass überhaupt eine Zahl dasteht – ganz ohne Angabe verlieren Sie die meisten Interessierten schon vor der ersten Nachricht.
Was, wenn ich noch keine Ahnung habe, wie viele Stunden ich brauche?
Dann schreiben Sie „nach Absprache, ab X Stunden“. Auch eine ungefähre Angabe ist besser als gar keine – sie zeigt, dass die Stelle durchdacht ist.
Wie lang darf so ein Text sein?
Kürzer, als man denkt. Vier bis sechs Sätze für die ausführliche Fassung auf der Stellenseite, zwei bis drei für den Aushang. Alles Weitere klärt sich im direkten Kontakt.
Passt dazu
Wie so ein Text konkret aussieht, zeigt die Beispiel-Stellenseite. Wo dieser eine Text danach überall auftaucht, steht unter Wo Ihre Anzeige gesehen wird.
Text steht, Seite fehlt?
Ich baue Ihnen die Karriereseite dazu und spiele eine erste Stelle einmal komplett durch – mit allen Formaten.